ADtiDude

Marketing // Communication // Lead Management


Hinterlasse einen Kommentar

Content Marketing – Saatgut für Geschäftserfolg

Mit Content Marketing wird die Bereitstellung von unternehmenseigenen Inhalten auf den Online-Kanälen des Unternehmens bezeichnet. Dazu zählen neben der Corporate Website auch die vom Unternehmen betriebenen Kanäle wie Microsites, Landing Pages, Blogs (WordPress, Tumblr …), Microblogs (Twitter), Fan-Seiten (Facebook), Gruppen (Xing, LinkedIn …), Fotoalben (Pinterest, Instagram …) oder Videos (YouTube, Vimeo …). Diese Inhalte können Dokumente, Bilder, Videos oder Audio Files sein. Sie beschäftigen sich in der Regel mit Produktbeschreibungen, Anleitungen, Vergleichen oder aktuellen Studien. Ziele des Content Marketing können sehr unterschiedlich sein. So kann Content Marketing einerseits Suchmaschinen-Optimierung (Search Engine Optimization, kurz SEO) zum Ziel haben, anderseits aber auch dem Ziel einer Inbound-Marketing-Strategie dienen.

Bei der Suchmaschinen-Optimierung wird die Relevanz der Seiten durch wertvollen Content gesteigert. Besucher finden Tipps und Hintergrundinformationen, empfehlen die Seiten ggf. weiter und verlinken die Seite im Idealfall auf eigenen Kanälen oder in Foren, die sich mit dem jeweiligen Thema beschäftigen. Durch Verwendung von Fachbegriffen im Text und der Verschlagwortung der Inhalte, werden sogenannte Keywords gesetzt. Keywords sind Begriffe, die in der Internetsuche verwendet werden. Sucht eine Person bspw. aktuell nach einem Ort für Public Viewing während der Fußball-Europameisterschaft 2012, wird sie in der Suche vermutlich die Begriffe Fußball, EM, Public Viewing und den Namen der gewünschten Stadt eingeben. Dasselbe gilt für Produkte, deren Nutzung und dem Zweck. Keywords werden also aus der Beschreibung oder einem Lösungsansatz abgeleitet.

Die Suchmaschine indiziert die Texte, findet die passenden Keywords und liefert die Seiten entsprechend als Treffer in der Suche aus. Zeigen viele Links auf die Seiten, wird die Relevanz innerhalb der Trefferliste zusätzlich höher bewertet und sie rutschen in der Trefferliste weiter nach oben. Schreibt also bspw. ein Unternehmen das Fenster herstellt, viele hilfreiche Texte und Anleitungen über Hausdämmung und Energie-Sparmaßnahmen, wird die Internetseite mit Sicherheit als relevant eingestuft. Hauseigner und Bauherren werden auf die Seiten stoßen und das Unternehmen als ausgewiesenen Experten wahrnehmen. Sind die Inhalte so wertvoll, dass sie den Besuchern einen echte Mehrwert bieten, werden sie die Seite weiterempfehlen und die Produkte des Unternehmens im Kaufprozess mit Sicherheit in die Entscheidungsfindung mit einbeziehen.

Im Rahmen einer Inbound-Marketing-Strategie dient Content als Brotkrumen zum anziehen von Interessenten für ein spezifisches Themengebiet. Auf der Suche nach relevanten Informationen stoßen Suchende auf die wertvollen Inhalte auf den Seiten des Unternehmens. Dies wird in der Regel neben der Suchmaschinen-Optimierung durch zusätzliche, flankierende Kampagnen sichergestellt. Sind die Besucher auf den für sie relevanten Content gestoßen, bietet das Unternehmen die Nutzung oder den Download dieser Inhalte gegen den Tausch von Kontaktinformationen an. Für den Download müssen bspw. Name und E-Mail-Adresse hinterlassen werden. Oder für die Nutzung muss man sich registrieren und eine Information über die eigene Branche oder das Kaufinteresse hinterlassen. Die Inhalte und Möglichkeiten sind dabei nahezu unbegrenzt. Erfolg versprechen solche Konzepte vor allem dann, wenn die zur verfügung gestellten Inhalte einen echten Mehrwert bieten und die Autoren im Vorfeld die Interessen und Eigenschaften der Interessenten recherchiert und berücksichtigt haben.

Um dies sicher zu stellen, werden beim Inbound Marketing oft sogenannte Personas entwickelt. Das Persona-Konzept beinhaltet Beschreibungen ganz bestimmter Interessenten. Die Beschreibungen befassen sich mit charakteristischen, beruflichen und fachlichen Eigenschaften des vermeintlichen Interessenten, dem potentiellen Käufer eines Produkts oder einer Dienstleistung. Werden Inhalte für das Inbound Marketing entwickelt oder auf Basis einer geplanten Kampagne optimiert, werden dabei die Beschreibungen der Personas zu Grunde gelegt. Der Text oder die Botschaft beschreibt dann genau diejenigen Fragestellungen und Gedanken, die ein Interesssent im Moment hat.

Sucht also wie in unserem oben genannten Beispiel ein Bauherr nach wärmedämmenden Fenstern zur Einsparung von Heizkosten, wird diejenige Inbound-Marketing-Strategie erfolgreich sein, die sich den Bauherren mit all seinen Fragen und charakterlichen Eigenschaften im Vorfeld als Persona vorgestellt und den Content darauf abgestimmt hat. Sie wird in diesem Fall Entscheidungshilfen für den Rat suchenden Bauherren liefern, die Qualitätsmerkmale und Einsparpotentiale aufzeigen oder Produkte vergleichen. Natürlich immer mit dem Ziel den Interessenten letztendlich zum Kunden zu machen und während des Prozesses hilfreiche Daten zur Bearbeitung des Kontaktes zu generieren.

Content Marketing bzw. Inbound Marketing sind neben ihren eigentlichen Zielen zur Optimierung der Auffindbarkeit, dem Abheben vom Wettbewerb oder der zielgerichteten Verkaufsstrategie wichtige Faktoren für das Kundenbeziehungs-Management (CRM). Sie liefern Daten und Erkenntnisse über den Markt, Produkte und Käufer. Die Weiterentwicklung dieser Prozesse kann dementsprechend im Lead Management münden. Einem Prozess, der „kalte“ Kontakte zu „heißen“ Verkaufs-Chancen weiterentwickelt. Mehr dazu im nächsten Artikel.


Hinterlasse einen Kommentar

Long time, no see!

Viel zu lange ist es schon wieder her, dass ich meinen Blog gefüttert habe. Long time, no see!

Es ist viel passiert in den letzten Monaten. Spannende neue Projekte, große Veränderungen durch die rasante Entwicklung der Social Media und berufliche Neuerungen haben meine Zeit beansprucht.

Der Trend Social Media hat sich zu einer festen Größe im Marketing-Mix entwickelt. Budgets und Strategien haben sich massiv verschoben. Das Online Marketing ist wichtiger und spannender als je zuvor. Inzwischen sind Social Media Strategien längst im Mittelstand und der B-to-B-Kommunikation angekommen. War es vor wenigen Monaten noch Kür im Orchester des Web 2.0 mitzuspielen, ist es inzwischen Pflicht geworden nachhaltige Strategien für einen echten Dialog mit Zielgruppen und dem Stakeholder-Umfeld zu entwickeln. Immensen Wandel verzeichnen wir noch immer im Bereich Mobile Marketing. Steigende Nutzerzahlen im Mobile Web und konstante Absatzzahlen von SmartPhones und Tablets erfordern ständige technische Weiterentwicklung und Anpassung der Kommunikationsstrategien. Ich persönlich finde Marketing-Kommunikation war noch nie so spannend und abwechslungsreich wie im Moment.

Ich hoffe, dass ich in den kommenden Wochen und Monaten wieder mehr Zeit finde über aktuelle Projekte und Marketing-Trends zu berichten. Auf jeden Fall verweisen möchte ich auf meinen Twitter-Account und mein Xing-Profil, auf denen stets die aktuellesten Informationen zu finden sind.

So long, good to see you!


Hinterlasse einen Kommentar

Short Course: Onlinerecht

Mitunter treiben die deutsche und europäische Rechtsprechung bizarre Stilblüten. Starre Rechtsformen und der Drang nach absoluter Kontrollierbarkeit und Haftung, verlangen teilweise aufwändige Formulierungen und Programmierungen.

Googeln Sie doch mal das „Urteil vom 12. Mai 1998“. Inzwischen weiß niemand mehr so genau, wer das Gerücht in Umlauf gebracht hat oder warum es so stark antizipiert wurde. Fakt ist, dass bei der Google-Suche rund 1,2 Millionen Treffer von Seiten mit dem Text aus der Urteilsverkündung auftauchen. Fast alles Seiten, die den Text als Disclaimer verwenden und sich dadurch pauschal aus der Verantwortung für Links nehmen wollen. Hintergrund ist die gesetzliche Auflage, Links auf externe Seiten und deren Inhalte zu kontrollieren. Angenommen wurde, dass der Urteilstext von jeglicher Verantwortung entbindet – ein Irrtum. Gesetzte Links müssen geprüft und im Zweifelsfall entfernt werden. Vor einer Haftung schützt auch der oben beschriebene Disclaimer nicht. Ausführlich informiert der entsprechende Disclaimer-Artikel auf Wikipedia.

Ein weiterer weit verbreiteter Irrtum herrscht beim sogenannte E-Mail-Disclaimer: „Diese E-Mail beinhaltet Informationen, die vertraulich oder nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sein könnten. Sollten Sie nicht der designierte Empfänger sein, ist das Lesen, Kopieren, Weiterleiten sowie anderweitiger Gebrauch des Inhalts dieser E-Mail untersagt. Sie werden gebeten, diese E-Mail unverzüglich zu löschen.“

„Völliger Quatsch“, sagt auch hier Dr. Hendrik Schöttle, Rechtsanwalt und Fachanwalt für IT-Recht bei der Kanzlei Osborne Clarke, München. „Ebenso könnte man schreiben, dass der Leser sich selbst oder seinen Computer sofort zerstören soll“, führt er weiter aus. Irrtümlich zu gestellte E-Mails sind übermittelte Nachrichten, die unverlangt, also ohne gegenseitige Willenserklärung, zugestellt wurden. Dem Empfänger steht es völlig frei die E-Mail zu löschen oder auszudrucken und dann in den Papierkorb zu werfen. Genau genommen könnte der Empfänger den Ausdruck auch an seine Pinnwand hängen.

Richtig hingegen ist, dass in geschäftliche E-Mails und Newsletter sowie auf der Website des Unternehmens alle wesentlichen Angaben zur Rechtsform, den Kontaktdaten und den vertretungsberechtigten natürlichen Personen gemacht werden müssen. Das wären im Beispiel einer GmbH:

  • Name der Gesellschaft
  • Sitz und postalische Adresse der Gesellschaft
  • Kontaktinformationen (Telefon, Fax, E-Mail)
  • Handelsregister und Nummer
  • Vertretungsberechtigte natürliche Personen (Geschäftsführer, Aufsichtsrat/Vorsitzender)

(Quellen: Google, Dr. Hendrik Schöttle)


Hinterlasse einen Kommentar

Social Media – eine Überblick (Stand: März 2010)

Social Media ist derzeit in aller Munde. Soziale Netzwerke, Chats, Linklisten, Mikroblogging, Social Bookmarks – kaum jemand kann da noch den vollen Überblick behalten. Rund 400 Millionen Menschen nutzen aktuell Facebook. Mit Twitter hyped derzeit ein Mikroblogging-Dienst, der es nur erlaubt 140 Zeichen je Meldung abzusetzen. „Wong the web“ lautet der Slogan einer in Deutschland sehr erfolgreichen Social Bookmark-Seite. Flirt- und Freizeit-Chats waren gestern. Kinder und Jugendliche wachsen mit iPhone und permanenter Flatrate auf – und nutzen diese auch fleißig.

Diese Trends werden auch in der Geschäftswelt immer stärker gefragt. Zunehmend leisten sich Unternehmen eigene SEO/SEM-Manager oder installieren neben Marketingleiter und Pressesprecher einen Social Media Officer. Online Reputation gewinnt an Bedeutung und längst nicht mehr nur e-Marketer wollen von guten Rankings und Empfehlungen im Internet profitieren.

Einige Zahlen der AGOF: 43,49 Millionen der deutschen Wohnbevölkerung ab 14 Jahren (das entspricht 67,1 Prozent) haben in den letzten drei Monaten mindestens einmal das Internet genutzt. 54 % der deutschen Internetnutzer sind männlich (Gesamtbevölkerung 49,1 %), 46 % sind weiblich. Die größte Altersgruppe innerhalb der Internetnutzer stellen mit 23,1 % die 40–49 jährigen, dicht gefolgt von den 20–29 jährigen und den 30–39 jährigen (19 bzw. 19,1 %).

400 Millionen aktive Nutzer tummeln sich weltweit alleine auf Facebook (weltweit) und 50 % davon melden sich mindestens einmal täglich auf dem Netzwerk an. Sie posten jede Woche rund 5 Milliarden Informationen (Status, Blogs, Fotos, Links).

Rund 8 Millionen Geschäfts- und Privatleute nutzen das deutsche Business-Netzwerk Xing in 16 Sprachen. Davon sind 2,1 Millionen Nutzer sogenannte Unique Visitors jeden Monat.

Auf Twitter, einem Mikroblogging-Dienst für Kurznachrichten, werden aktuell fast 50 Millionen sogenannte Tweets täglich abgesetzt. Dafür sorgen weltweit ca. 23,5 Millionen Unique Visitors im Monat (Januar 2010).

Das Videoportal Youtube wird von Millionen Nutzern in jeder Minute mit 20 Minuten Videomaterial bombardiert. Angemeldete User können eigene Kanäle erstellen, Playlists verwalten und Videos kommentieren. Inzwischen wird Youtube auch für Werber immer interessanter, da in die Videos Anzeigen und Links integriert werden können.

Zahlreiche weitere Plattformen und Dienste buhlen um die Gunst der Internetnutzer. Darunter gibt es auch Verlierer, wie z.B. Googles Myspace, die sich aber nach wie vor großer Beliebtheit unter DJs und Musikern erfreut.

Die folgende Grafik von Ethority gibt einen Überblick über die momentane Social Media und Web 2.0 Landschaft. Aber Vorsicht, sämtliche Zahlen werden bereits in wenigen Tagen wieder überholt sein 😉

Social Media Prisma by Ethority

Zunehmen wird in Zukunft das Thema Mobile Marketing. Die Veröffentlichung von Inhalten der Unternehmens-Website auf mobilen Endgeräten wie Handys oder Smart Phones wird immer leichter und gewinnt dementsprechend an Bedeutung. Location Based Services und Mehrwerte durch zusätzliche Informationen und Kontaktmöglichkeiten oder sogenannte Apps für die Planung von Freizeit oder Geschäftsvorgängen sind gefragt und werden gerne angenommen.

(Quellen: Die Unternehmen, AGOF, Ethority)