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Kognitive Lernprozesse – Implizites Gedächtnis

Effektive, kognitive Lernprozesse entstehen durch die Visualisierung von Information. Die Visualisierung sollte dabei einigen besonderen Regeln folgen:

  • Lebendige und assoziationsreiche Visualiserung der Information
  • Verwendung leicht visualisierbarer Begriffe
  • Vermeidung abstrakter Begriffe
  • Verknüpfung von Information mit emotionaler Empfindung
  • Assoziative Verknüpfung mit bereits gespeicherten (im Gedächtnis gespeicherten) Informationen
  • Hohes Involvement (hohes Interesse)
  • Hohe Informationsverarbeitungstiefe, sprich wiederholte, intensive Auseinandersetzung mit der Information

Mere Exposure: Ein früher schon einmal verarbeiteter Reiz* wird lediglich aufgrund dieser früheren Darbietung positiver eingeschätzt. Die vorherige Darbietung verursacht eine vereinfachte Verarbeitung dieses Reizes. Konsumenten schreiben dieser vereinfachten Reizverarbeitung irrtümlicherweise positive Eigenschaften des Reizes zu.

(* Ein visueller Reiz ist z. B. die Darbietung eines Schriftzuges, einer Marke oder einer bildlichen Darstellung von Produkten und Botschaften, der vom Konsumenten wahrgenommen und über die Netzhaut des Auges und Verarbeitung im Kurzzeitgedächtnis gespeichert wird = sensorische Verarbeitung.)

Dass die menschliche Informationsverarbeitung nur teilweise bewusst und kontrolliert geschieht, beweisen die Tests von Zajonc (1968) bzw. Jacoby et. al. (1989):

Zajonc zeigte Probanden vermeintlich chinesische Schriftzeichen. Einzelne Schriftzeichen wurden dabei häufiger dargeboten. Bei der anschließenden Einschätzung der Probanden, welche Schriftzeichen wohl eine eher positive und welche wohl eine eher negative Bedeutung hätten, zeigte sich, dass die häufiger gezeigten Schriftzeichen als insgesamt positiver bewertet wurden.

Quelle: Dipl.-Psychologin Prof. Gabriele Naderer, FH Pforzheim, VWA Stuttgart

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