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Derbys im Südwesten

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Neulich ging’s zum lange erwarteten Südwest-Derby zwischen dem VfB Stuttgart und dem KSC Karlsruhe. Die Emotionen waren auf beiden Seiten bereits hochgekocht und viele fiebern diesem Spiel schon seit Wochen entgegen. Nach der 0:1 Hinspiel-Pleite für den VfB beim damaligen Erstliga-Aufsteiger KSC, sehnten sich die Rot-weißen nach einer Revanche mit einem deutlichen Heimsieg im Gottlieb-Daimler-Stadion.

Im Gegensatz zu den radikal-fanatischen Anhängern bezeichnen ich die KSC’ler zwar auch ab und zu mal als „Gelbfüßler“, lehne aber ernsthafte Gewaltätigkeiten und üble Beschimpfungen ab. Ich halte es da lieber wie die Fußball-Fans aus Glasgow: Zwischen den Stadtrivalen Glasgow Rangers und den Celtics Glasgow herrscht ebenfalls tiefe Abneigung und bei den Derbys der beiden Clubs werden im Stadion alle Register gezogen. Nach dem Spiel sitzen aber Fans der jeweiligen Mannschaften ganz friedlich als Kollegen wieder in den selben Büros nebeneinander und diskutieren geniale Spielzüge oder fatale Fouls. Unvergesslich ist das Uefa-Pokalspiel zwischen dem VfB Stuttgart und den Celtics Glasgow, als der VfB das Spiel gewann, der CFC aber wegen des besseren Torverhältnisses aus dem Hinspiel in die nächste Runde kam. Die Schotten feierten von Mittwoch bis Sonntag ausgelassen und friedlich in und mit Stuttgart!

Die tiefe Abneigung der Anhänger des VfB und des KSC liegt wie so oft in der geschichtlichen Vergangenheit. Württemberg wurde Königreich und dominierte dadurch Baden. Ein Ärgernis für die Badener, welches auch durch die Vereinigung zum Bundesland Baden-Württemberg nach dem zweiten Weltkrieg nicht begraben wurde. Der Umstand, dass mit Stuttgart die Landeshauptstadt ebenfalls in Württemberg liegt, stößt so manchem Badener bis heute sauer auf. Aber bei allem Eifer: Nach dem Stadion sollte man den Fans der anderen Mannschaft immer auch mit einem Augenzwinkern begegnen können.

Nachtrag 1:
Die Stuttgarter Ultras verbrannten eine Badener Fahne, das war nicht nett. Nach der Halbzeitpause schossen die Badener Ultras Leuchtkugeln auf das Spielfeld und in benachbarte Blocks, das war dumm.

Nachtrag 2:
Eine weitere Besonderheit im brisanten Derby zwischen den beiden Erstligaclubs aus Baden-Württemberg ist, dass beide als Trikot-Sponsor die EnBW haben. Die EnBW ist ein Konzern, der mit Hauptsitz in Karlsruhe und etlichen Firmenabteilungen in Stuttgart ebenfalls sehr gespalten ist. Bei den Derbys wird die Regel angewandt, dass die Heimmannschaft mit EnbW-Trikot aufläuft und die Gastmannschaft die Konzernmarke Yellow auf der Brust trägt.

Nachtrag 3:
Der KSC ist in der Saison 2009/10 leider nicht mehr erstklassig. Schau mer mal, wann es zum nächsten Derby kommt 😉

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Autor: adtidude

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